Infotreffen: Bau einer Klettermöglichkeit in Kiel

Am 13. September 2017, 19:00-21:00h Waldorfschule (zur normalen Kletterzeit)

 

Wanderfahrt nach Saas Fee (16.08. - 25.08.2005)

Tourenbericht

In seinem Tourenbericht beschrieb Martin Sodtke ausführlich und eindrucksvoll die Wanderfahrt nach Saas Fee im Jahr 2004 mit insgesamt 17 Teilnehmern.
Darin lobte er Dietrichs vorzügliche  Vorbereitung und Planung und wünschte ihm bei einer Wiederholung einen ebenso großen  Erfolg und eine ebenso glückliche Gruppe mit der großen Harmonie unter den Teilnehmern.
Die angedachte Wiederholung dieser derart gewürdigten Reise wurde am 16.08. bis zum 25.08. 2005  Wirklichkeit.
Und um es bereits vorwegzunehmen, auch diese Wanderreise wurde für uns alle ein wunderschönes, unvergessliches Erlebnis. 

Unsere  Wandertouren und – ziele waren fast identisch mit denen der vorjährigen Reise. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die Aufzählung der Wandertouren verzichtet und lediglich einige Ergänzungen vorgenommen.
Zu dieser Reise hatten sich 15 Bergwanderinnen und - wanderern angemeldet.  Wir fuhren wieder umweltfreundlich mit der Bahn von Kiel, Basel, Brig und weiter mit dem Bus nach Saas Fee.
 

16.08.2005 - Anreise

Bereits im Zug  wurden wir von Dietrich und Dorothea mit schweizerischem Wein und Käse auf unsere Wanderregion eingestimmt.
Wir erreichten unser Ziel in der Abenddämmerung. Die Sonne schickte ihre letzten Strahlen auf die hell glänzenden Schneegipfel, es war eine stimmungsvolle, einzigartige, beeindruckende Kulisse.
Wir bezogen unsere 3 Ferienwohnungen im „Azur“- hübsch am Hang gelegen-  mit 2 x 5 und 1 x 4  Mitbewohnern  und wir bildeten somit 3 Wohngemeinschaften, die sich in Abstimmung jeden 2. Tag selbst versorgten. Für die übrige Zeit hatte Dietrich – uns inzwischen als Gourmet bekannt - liebevoll Restaurants ausgesucht, die von rustikalen Mahlzeiten, Walliser Spezialitäten bis zu Gourmetmenüs anboten: Alp-Hitta (Hexenhaus), La Gorge, Waldhüs Bodmen, La Ferme (Abschlussessen). Jedes dieser Restaurants war ein Gourmet-Erlebnis für sich.
Das weltbekannte Gletscherdorf Saas Fee liegt auf einem Hochplateau  ca. 1.800 m. ü. M. , am Fuße der höchsten Schweizer Berge und bietet einen wunderschönen Panoramablick.
 

17.08.2005 - Saas Fee

Wir wanderten zum Eingewöhnen rund um Saas Fee auf einer Anhöhe, blickten in das grün - blühende Tal, überwiegend Lärchen säumten den Weg, strahlender Sonnenschein, azurblauer Himmel war uns beschert. Später folgte ein Ortsrundgang, Geldumtausch, Einkauf. Nach dem ersten selbst zubereiteten Essen gingen wir in die Alp - Hitta auf ein Gläschen Wein oder Bier als Schlummertrunk und lauschten  der handgemachten Musik.

 

18.08.2005 - Mattmark-Stausee

Die nächste Wanderung führte uns zum Mattmark - Stausee. Der Stausee ist der höchste Naturdamm Europas . Ein künstlicher See, der zur Energieproduktion  gebaut wurde,  besteht aus Moränenmaterial, das vor Ort abgebaut wurde.
 Wir wanderten auf dem gut ausgebauten Rundweg im Sonnenschein und erlebten hautnah  die Gletscher und die einmalige Alpenflora und Fauna. Die Gruppe teilte sich auf halbem Wege, einige von uns wollten in Richtung  Monte Moro Pass  (2.868m), mussten allerdings wegen des Wetters vorzeitig umkehren.
 

19.08.2005 - Zermatt

Wegen der schlechten Wettervorhersage schlug Dietrich vor, am nächsten Tag nach Zermatt zu fahren. In Stalden stiegen wir in den Glacier - Express und kamen in Zermatt im Sonnenschein an,  viele Touries belebten  die Haupteinkaufsstraße. Wir verweilten am Marktplatz, um den typischen Alphörnertönen zu lauschen und wanderten den steilen, anstrengenden Weg nach Findeln im strahlenden Sonnenschein hinauf, immer mit Blick auf das Matterhorn, das von den Wolken nicht ganz freigegeben wurde. Nach kleiner Stärkung in Findeln und Abstieg besichtigten wir Alt-Zermatt mit seinen historischen Bauten sowie das Denkmal des ältesten Bergführers der Welt (103 Jahre!), der ca.370 Matterhornbesteigungen geschafft hat.
In den nächsten Tagen erlebten wir weitere wunderschöne, traumhafte Wanderungen, zum Felskinn mit der höchsten Seilbahn und weiter mit der Metro zum Mittelallalin, besichtigten den Eispavillon, die weltweit größte Eisgrotte und genossen den Ausblick auf den Allalin  im weltweit höchsten Dreh-Restaurant, allerdings teilweise im Nebel.
Wieder im Tal, erlebten einige von uns noch als besondere Herausforderung eine Fahrt mit  der Sommerrodelbahn bergauf – bergab im Bob den Berg hinunter zu sausen.
 

20.08.2005 - Almagelleralp/Kreuzboden

Vom Regen blieben wir nicht verschont. Auf der Wanderung zur Almagelleralp / Kreuzboden  wurden wir nass bis auf die Haut. Renate gab mir ihr letztes, trockenes T-Shirt her, weil nichts mehr am Körper trocken war. Es regnete und es hörte lange nicht auf. Die Kernschweiz stand plötzlich unter Wasser, Schlammassen spülten Autos und Häuser fort. Hochwasser in weiten Teilen der Schweiz, Rettungsdienste im Dauereinsatz, wir hörten es im Radio und sahen es mit Schrecken im Fernsehen. Unsere Region blieb Gott sei Dank verschont von dieser entsetzlichen Katastrophe.

 

22.08.2005 - Gsponer Höhenweg

Endlich hörte es auch bei uns zu regnen auf  und wir unternahmen noch schöne, eindrucksvolle Wanderungen: Gsponer Höhenweg, Hannig, Mellig wieder im Sonnenschein, Fletschhorn – Waldhotel – wunderhübsch gelegen, Spielboden  ( Murmeltierfütterung), Längflue im Schnee, Kapellenweg, Saas Balen.

 

Auch auf dieser Reise bewies Dietrich ein großes Maß an Flexibilität, indem er Einzelnen ermöglichte, von den Planungen der Wanderungen abzuweichen  und teilweise eigene Wege zu gehen, um Überforderungen auszuschließen.
Die Rückreise wurde von Dietrich – besonders wegen der Zeitenge beim Umsteigen ( 4 Min. in Basel) strategisch genau durchgeplant, um den Anschlusszug nicht zu verpassen. Alles klappte perfekt. Wir erreichten im Dauerlauf gerade rechtzeitig unser Abteil.

 

Nachsatz:

Dank an Dich, Dietrich,  für Dein Engagement, Deine Vorbereitung, Planung, Dein Einfühlungsvermögen, Einsatz und Verantwortung und wir hoffen und wünschen, dass Du noch lange für uns solche wunderschönen Reisen planst und mit uns unternimmst. 

 
 

Bericht :             Renate Furche-Jost
Fotos:                Renate Furche-Jost (rfj)
                          Renate Kunschmann (rk)