Berge und Salz

Protokoll der Wanderfahrt nach Bad Reichenhall vom 27.08.2017 bis 05.09.2017

Sonntag, 27.08.20 / Treffpunkt: Kieler Hauptbahnhof

15 wanderfreudige Reisende mit mehr oder weniger großen Koffern besteigen gut gelaunt den Zug nach Hamburg, wo sich zwei weitere Wandersleute hinzugesellen. Die Deutsche Bahn verwöhnt uns gleich mit einem kleinen Fitnesstraining, denn wir müssen zweimal umsteigen und jedes Mal sind Rolltreppen und Fahrstühle gesperrt. Aber was soll´s, für alle Anschlüsse erwarten uns dank hervorragender Organisation reservierte Plätze, die uns das Kofferschleppen schnell vergessen lassen. In München müssen wir unser Urteil über die Deutsche Bundesbahn revidieren: wir sind sage und schreibe 25 Minuten früher dort und so haben wir genügend Zeit und Muße, den Bahnsteigwechsel (10 Minuten Fußweg!) sogar noch mit einem „Coffee to go“ oder einer Leberkäs-Semmel zu genießen. Von unserer letzten Umsteigestation Freilassing bis zum Zielort Bad Reichenhall sind es dann nur noch 16 Minuten und dort warten schon genügend Großraumtaxis für die allerletzte Etappe zur Pension „Hubertus“, traumhaft schön direkt am Thumsee gelegen. Zwei weitere Wanderfreunde, die direkt mit dem Auto gekommen sind, erwarten uns schon. Nun sind wir mit 19 Personen komplett. Begeistert stellen wir fest: Wir haben es gut getroffen! Freundlich werden wir auf dem malerisch schön angelegten Vorhof mit seinen goldgelben Blumenrabatten und den bunten Sonnenschirmen inmitten des satten Grün der Umgebung empfangen. Nun heißt es: flott die Zimmer beziehen und ab zum Abendessen in den nahe gelegenen „Seewirt“ (unser Koch hat heute seinen freien Tag).

Montag, 28.08.2017

Die Sonne lacht mit uns um die Wette, als wir uns zum Frühstück an der Balustrade mit direktem Blick auf den tiefblauen See niederlassen.

Der heutige Tag steht unter dem Motto SALZ; die Besichtigung der Saline in Bad Reichenhall steht auf dem Plan. Wir nehmen den Bus bis Haltestelle „Rathausplatz“, sondieren schon einmal ein wenig die Umgebung um die Saline herum und lassen uns dann in die über 4000 Jahre alte Salzgeschichte einweihen. Viele Details erklärend führt uns ein junger Mann durch ein Geflecht von Gängen und Stollen bis zu den in 14m Tiefe gelegenen in Marmor gefassten Solequellen.

Beeindruckt von dem präzisen Ineinandergreifen der einzelnen Arbeitsgänge wandern wir durch die für uns freigegebenen Stollen und passen gut auf, dass wir nicht den Anschluss verlieren, denn verlaufen möchte sich hier wohl keiner!

Wieder ans Tageslicht gekommen, meldet sich bei so manchem knurrend der Magen – Zeit für die Einkehr im traditionellen „Bürgerbräu“, bevor wir zur Erkundung der erstmalig 1159 urkundlich erwähnten Stadt Bad Reichenhall aufbrechen. Wir durchstreifen die Ludwigstraße, die sich als Fußgängerzone durch das Zentrum zieht, wenden uns der Oberen Stadt, dem Sebastianiviertel zu, das noch die alten Straßenfassaden und die mittelalterliche Wehrmauer aus dem 13.Jahrhundert zeigt, wir bewundern den Florianiplatz, ein typisch alpenländischer Platz mit weit vorspringenden Flachsatteldächern und bestaunen den mächtigen Peter-und Paul-Turm, einen der ehemals 14 Wehrtürme. Weiter geht es ein Stückchen hinauf zur BurgGruttenstein mit dem zweiten noch erhaltenen Wehrturm, dem Pulverturm. Zurück in der Ludwigstraße ist nun das staatlich-städtische Kurmittelhaus der Moderne unser Ziel, ein Gesundheitshaus im Spätjugendstil, dessen Herzstück die sogenannte „Pneumatische Kammer“ ist. Wir finden den Kurpark mit seinen wunderschönen Blumenrabatten und Brunnen und wandeln durch das 160m lange, 13m hohe und mit 100.000 Schwarzdornbündeln bestückte Gradierhaus, durch den Wandelgang und die Konzertrotunde, bis die Uhr 16.46 anzeigt, Zeit für die Rückfahrt. Bis zum Essen ist noch genügend Freiraum für ein erfrischendes Bad im See, um die Umgebung zu erkunden oder die „salzhaltigen Eindrücke“ zu verarbeiten.

Dienstag, 29.08.2017

Die Sonne meint es gut mit uns, sie begleitet uns den gesamten Tag – vom Frühstück im Freien über die Sole-Tour-Wanderung bis zur Rückkehr zum vielgepriesenen Grill-Büffet.
Die Sole-Tour führt uns durch sonnenwarme Wiesen und schmale Waldwege viele, viele Stufen (300 an der Zahl) hinauf zum St. Pankraz-Kirchlein auf dem Pankrazfelsen hoch über Karlstein. Von hier oben bewundern wir den traumhaften Blick in den Talkessel um Bad Reichenhall, bevor wir uns wieder ans Hinunterklettern machen.

Ein Stückchen weiter rechts beginnt dann der Aufstieg zur Burgruine Karlstein. Eine steile Holztreppe mit ca. 210 Stufen führt uns zu der um 800 n.Chr. erbauten Burg, die heute nur noch als Ruine von ehemals großen Zeiten erzählt. Auch von hier genießen wir den grandiosen Blick auf den Thumsee und Umgebung.

Unsere „treppenmüden“ Wanderer, die geduldig auf einer Bank auf uns gewartet haben, drängen nun zum Aufbruch Richtung Weißbachklamm über Antoniberg. Am Abzweiger zum Thumsee „verlieren“ wir 3 Gruppenmitglieder, die nicht so gut zu Fuß sind und den Weg zur Pension wählen. Wir anderen müssen derweil umplanen, denn die Weißbachklamm ist wegen Auswaschungen durch die letzten Regenfälle gesperrt. Da kommt uns ein Einheimischer gerade recht. Er weist uns den Weg mit der Bemerkung: „Da laufens a halbeStund`“, was glatt untertrieben ist! Auf geht´s, wir schrauben uns wieder sanft in den Wald hinein und am nächsten Knotenpunkt Richtung Thumsee verlieren wir abermals 3 wackere Wanderer - da waren´s nur noch 13! Wir klettern weiter, umgehen großräumig die Sperrung zur Weißbachklamm, bestaunen den rauschenden Wasserfall und gelangen schließlich zur Antonikapelle. 8 Nimmermüde klettern dem Richtungsschild folgend `zig Stufen zu einer Infohütte hinauf, 5 ziehen es vor, in der Sonne sitzend zu warten. Dann folgen wir dem Wegweiser „Zum Thumsee / 30 Minuten Fußweg“. Dieser Zick-Zack-Weg verläuft direkt am Berg entlang über Stock und Stein, durch Waldwege und über Geröll – ein reizvoller Weg, der die Vorfreude auf eine gute Tasse Kaffee beim „Madlbauer“ wachsen lässt. Gut gestärkt freuen wir uns nun auf ein erfrischendes Bad im See, auf Entspannung in den wunderschön angelegten Liegebuchten und natürlich auch auf das Grill-Büffet, das wir bei einem lauen Lüftchen im Freien genießen können. Wir stellen fest, der Wein unter einem so schönen Sternenhimmel schmeckt besonders gut.

Mittwoch, 30.08.2017

Die Sonne bleibt uns treu – genau richtig für unsere Drei- Gipfel-Tour! Per Bus steuern wir die Halle der 1928 fertiggestellten Seilschwebebahn zum Predigtstuhl an. Die Schwebebahn ist die älteste im Original erhaltene sechseckige Großkabinenseilbahn der Welt, die uns in ca. 8 Minuten an einem 5cm starken Tragseil auf den Weg zum 1.Gipfel, dem Predigtstuhl (1614m), bringt. Hier oben teilt sich unsere Gruppe: einige wählen den „Naturfreundeweg“, der zum Predigtstuhlgipfel führt und weiter zum 2.Gipfel, dem Hochschlegel (1688m), um dann in der Schlegelmulde einzukehren.

Wir anderen erklimmen von dort aus auch noch den 3. Gipfel, den Karkopf (1738m). Der Blick auf die wunderschöne, majestätisch in der Sonne funkelnde Bergwelt nimmt uns gefangen und lässt uns spüren, wie klein und unbedeutend wir Menschen hier sind. Nach einer Verschnaufpause geht´s wieder abwärts, den Blick immer mal wieder fasziniert über die Natur schweifen lassend, der Schlegelmulde entgegen, wo leckere Stärkungsangebote auf uns warten – tja, und dann warten wir!! Drei volle Gondeln müssen wir ziehen lassen, bevor wir freie Plätze ergattern können! Uns wird klar – unseren Bus erwischen wir nun nicht mehr. Was nun? Die Fittesten von uns machen sich auf die Socken und nehmen noch 1 ¼ Std. Fußmarsch in Kauf, wir drei Fußmüden entscheiden uns für ein Taxi. Die „Naturfreunde-Gruppe“ hatte es besser getroffen, sie mussten nur eine Gondel abwarten und tummeln sich deshalb schon munter im See. Beim gemeinsamen Abendessen in lauer Abendluft und traumhaftem Ambiente sind alle Wehwehchen vergessen; was bleibt, sind die beeindruckenden Erinnerungen an eine wunderschöne Wanderung durch die Bergwelt.

Donnerstag, 31.08.2017

Es ist nicht zu fassen, wieder lacht uns die Sonne und schickt ihre wärmenden Strahlen zu uns auf die Terrasse. Heute steht der Weg Richtung Höllenbachalm auf dem Plan. Gut gerüstet marschieren wir um 9.00 Uhr los. Über schattige Waldwege geht es bergauf, bergauf, bergauf – zunächst sanft, dann stetig steiler, der Schweiß fließt in Strömen und nötigt uns (zumindest den etwas weniger Trainierten) so manche kleine Verschnaufpause ab. An der Abzweigung mit dem Hinweis -Für geübte Wanderer- teilt sich die Gruppe. Die nicht ganz so kletterfreudigen schnaufen auf dem angenehm schattigen Waldweg bergan, die „Klettermaxen“, die den Hang in praller Sonnenbestrahlung, dafür aber mit Superblick auf den Thumsee gewählt haben, stoßen genau an der Stelle, an der sich die beiden Wege wieder zu einem einen, mit freudigem JUHU zu uns. Noch eine kleine steile Wegbiegung, und nun geht´s moderat über frische Wiesen der Alm entgegen – a Jausn mit frischer Buttermilch und Kaas winkt.

Die Pause tut gut. Erfrischt rüsten wir zur nächsten Etappe. Ein Stück Straße über die Schlucht müssen wir in Kauf nehmen, bevor wir den Salinenweg erreichen, der uns über den Antoniberg zur Infohütte bringt und von dort im schon bekannten Zick-Zack über Stock und Stein zurück zum Thumsee führt. Ein heraufziehender Wetterwechsel kündigt sich an und veranlasst unsere Badenixen, noch schnell ein erfrischendes Bad im kühlen See zu nehmen, während wir anderen eine erholsame Kaffeepause vorziehen. Der angesagte Regen lässt glücklicherweise bis nach dem Besuch im „Seewirt“ auf sich warten.

Freitag, 01.09.2017

Jetzt hat es uns erwischt! Schon beim Aufwachen hören wir, dass das plätschernde Geräusch nicht nur von dem Bächlein vor unserer Terrasse herrührt – es regnet!! Heute ist Freizeit angesagt – jeder, wie er mag. In kleinen Grüppchen ziehen wir los, um die Eindrücke von unserem ersten Besuch in Bad Reichenhall zu vertiefen. Wo wir auch sind, ob in der Fußgängerzone, im Kurhaus der Moderne oder in der Wandelhalle, in der Konzertrotunde oder im regentriefenden Kurpark, überall treffen wir auf verkleidete Spaziergänger mit tief ins Gesicht gezogenen Kapuzen, die sich bei näherem Hinsehen dann als Mitglieder unserer Wandergruppe entpuppen. Und ganz ohne Verabredung treffen wir fast alle im „Bürgerbräu“ beim Studieren der Speisekarte wieder. Heute Abend steht neben den üblichen Gesprächsrunden noch etwas Anderes auf dem Plan. Helga hat die Hornochsen-Karten auf den Tisch gepackt. Schnell findet sich eine begeisterte Spielrunde und nun wird gezockt, was das Zeug hält.

Samstag, 02.09.2017

Regen – und wie!!!  Na und??? Wir trotzen dem Wetter und folgen dem Plan. Bewaffnet mit Schirm und Cape nehmen wir den Bus zur Alten Saline, durchwandern die historische Altstadt, queren den Florianiplatz mit seinen hübsch bemalten Häusern Richtung Soleleitungsweg. Aber wo ist der richtige Einstieg? Laut Wanderkarte doch gleich hier neben der Unterführung? Oder müssen wir erst einmal durch die Unterführung hindurch? Wie auch immer, zunächst bleiben wir hier unten stehen, denn Petrus hat gerade seine Schleusen wieder weit geöffnet und so nutzen wir den Unterstand, um uns regensicher zu machen. Lustig sieht´s aus – eine Gruppe kleiner und großer buckliger Ungeheuer mit fest zugeschnürten Kapuzen bewegt sich tapfer durch den Regen, hüpft über leider immer größer werdende Pfützen und freut sich doch über die selbst jetzt im Regen noch schön anzusehende Natur direkt am Wappach entlang. Der Weg führt uns nach Bayrisch Gmain zum Bergfriedhof, vorbei an einem eindrucksvollen Wasserfall, an einem richtig schönen Rastplatz, den wir heute natürlich nicht nutzen können, bis zu einem alten Wehrturm aus der Zeit um 1194 n.Chr., dem „Pass Hallthurm“.  Dort angekommen sind wir alle klotternass und durchgefroren. Wir beschließen, mit dem Zug zurück zu fahren – einzig drei Unerschrockene wollen weiterwandern bis Bischofswiesen. Aber, oh je, enttäuscht müssen wir feststellen, dass die ausgewiesene Haltestelle ersatzlos gestrichen wurde – hier hält kein Zug mehr! Wohl oder übel müssen wir eine ¾ Stunde auf den Bus warten; so nass, wie wir sind, natürlich kein Vergnügen! Entschädigt werden wir durch den nahtlosen Anschluss zum Bus Linie 2 (Thumsee); die ersehnte heiße Dusche rückt näher. Trockengelegt und durchgewärmt treffen wir uns dann mit mächtigem Kaffeedurst beim „Seewirt“ am Kamin und lassen uns den leckeren Kuchen schmecken. Unsere „Unkaputtbare“, wie sie scherzhaft getauft wird, hat noch schnell ihre tägliche Schwimmrunde absolviert, bevor auch sie sich zu Kaffee und Kuchen niederlässt. Zum Abendessen sind auch die drei unverwüstlichen Wanderer zurück und berichten, dass sie tatsächlich sogar noch bis Berchtesgaden gelaufen sind und von dort aus den Zug genommen haben – Hut ab!!!

Sonntag, 03.09.2017

Starkregen!!! Wir halten Kriegsrat und beschließen: Unterkriegen lassen wir uns nicht, gewandert wird trotzdem! Geplant ist der Weg zur Kugelbachalm entlang des Soleleitungswegs, der uns ein Stück am Thumsee entlangführt, dann biegen wir in den Salinenweg ein. Steil ansteigend laufen wir bis zur Amalienhöhe und bewundern beeindruckt das kleine Denkmal Amalienruhe, das Alfred Nathan 1908 zum Gedenken an seine Mutter errichtet hat. Es steht für die Zuneigung eines Sohnes zu seiner Mutter, für Dankbarkeit undKindespflicht, wie uns die Gedenktafel erzählt. Durch satt glänzendes Blattgrün schrauben wir uns Stück für Stück den Kugelbachweg hoch. Schneller als geplant zeigt uns der Wegweiser die Abzweigung zur Kugelbachalm und deshalb entscheiden wir uns für den Umweg über das Paul-Gruber-Haus.

Sanft aber stetig steigt der Weg durch den regentriefenden Wald, dunkle Wolken verwehren jegliche Aussicht und so sprengen sich nach und nach kleine Grüppchen ab und treten den Rückweg an; egal, ob zu früh oder nicht, den Gastwirt wird´s nicht stören. Freudiges Hundegebell empfängt uns und schon nach kurzer Zeit sind unsere Jacken in der gemütlichen Wärme einigermaßen getrocknet, die durstigen Kehlen geölt, die knurrenden Mägen besänftigt. Gerade rechtzeitig, denn Sonnenstrahlen locken uns zum Aufbruch bergab gen Karlstein.

Das währt leider nicht lange, denn als wir den Weg zum Listsee über das Nonner Oberland einschlagen, gießt es schon wieder. Unverdrossen wandern wir vorbei an der Fischzuchtanstalt in Nonn bis der „Listwirt“ in Sicht ist und uns erneut zur Einkehr einlädt. Bis zum Listsee, dem 0,4 ha großen Reservoir für die Frischwasserversorgung für Bad Reichenhall, ist es nun nicht mehr weit. Dieser See wird ausnahmslos unterirdisch gespeist und weckt mit seiner selbst jetzt im Regen noch wunderschönen, tiefgrünen Farbe unsere Bewunderung. Jetzt geht´s wieder bergab und über den Garneiweg gelangen wir nass, aber gut gelaunt, zu unserem Hubertus.

Montag, 04.09.2017

Unser letzter Wandertag bricht an und wird versüßt durch Sonnenstrahlen, die uns den ganzen Tag begleiten. Wir nehmen den Bus nach Weißbach, steigen an der Himmelsleiter aus und starten zu einer der schönsten Touren überhaupt. An der Reiterbrücke am Alten Forsthaus biegen wir nach rechts in den Waldbahnweg. Wir genießen den Weg durch die wunderschöne wilde Natur und erfahren gleichzeitig durch zahlreiche Infotafeln die Geschichte der ehemaligen Waldbahn. Der Schwarzache folgend erreichen wir die Bäckinger Klause, die ca. 1798 n.Chr. als Steinbau entstanden ist. Sie diente zum Transport von Holz, das hier getriftet und dann weiter über die Schwarzache, den Weißbach und die Saalach bis zum Triftenbrechen in Bad Reichenhall geführt wurde.

Nun geht es ein kleines Stückchen steil bergan bis zur Harbachalm. Hier winkt uns ein Päuschen in der Sonne, frische Buttermilch oder ein zweites Frühstück, ganz nach Bedarf. Die Kraftreserven sind wieder aufgefüllt – es kann weiter bergauf geklettert werden Richtung Reiteralm. Andächtig nehmen wir die Schönheit der Bergwelt mit ihren sonnenbeschienenen Almwiesen, den urigen Wegweisern zu knorrigen Hütten und dem Blick auf das unbeschreibliche Panorama in uns auf, bevor wir uns am Litzlbach entlang wieder abwärts nach Weißbach bewegen. Der Bus bringt uns sicher zum Thumsee zurück und damit unserem Abschiedsabend ein ganzes Stück näher. Mit einer launigen Rede dankt Leopold in  unser aller Namen unserer Organisatorin Helga für diese wunderschöne und hervorragend geplante, für alle Bedürfnisse ausgerichtete Wanderfahrt und krönt sie in Anlehnung an ein unterwegs gelesenes Werbeplakat für die „Königin von Schneizlreuth“ zu unserer „Königinvom Thumsee“.

Dienstag, 05.09.2017

Die Koffer sind gepackt, die bestellten Taxis warten vor der Tür und es ist Zeit, Abschied zu nehmen von dieser schönen Stätte. Alles geht reibungslos, bis wir am Bahnhof voller Schrecken entdecken müssen – zwei Personen fehlen! Bei dem allgemeinen Gewusel vor der Pension fiel überhaupt nicht auf, dass unsere Gruppe noch nicht komplett war. Die Taxizentrale ist auf Zack und innerhalb kürzester Zeit sind auch diese beiden abfahrtbereit auf dem Bahnhof. Die Rückreise gestaltet sich völlig entspannt und ohne Stress, denn es ist Helga gelungen, einen durchgehenden Zug zu buchen und so bleibt uns nach einem letzten Adieu die Vorfreude auf eine nächste Wanderfahrt und noch einmal ein herzliches   Danke schön an Helga.

Text: Barbara Kretzschmar

Fotos: Birgitt Hesse