Harz Mai 2015

Am Freitag dem 1. Mai 2015 trafen wir (Lotta, Jasper, Maik, Malte, Karen, Ole, Anna, Lutz und ich) uns am Bahnhof, um in den Harz für 3 Tage zum Klettern zu fahren.

Nach der 3 ½ stündigen Fahrt hielten wir an unserem ersten Kletterfelsen, der Marienwand vom Okertal im Westharz. Dort ging es erst mal darum, sich an den Felsen zu gewöhnen und die wichtigen Dinge, wie einen Stand zu bauen, einen Nachsteiger sichern und selber nachzusteigen, zu erlernen. Wenn wir wollten, durften wir uns auch mit den Klemmkeilen vertraut machen und bei ein paar Routen diese selber setzen. Nachdem wir alle ausgiebig geklettert hatten, fuhren wir weiter in die Hütte, welche am Rand von Clausthal-Zellerfeld liegt, in der wir mit anderen Leuten für die paar Tage wohnten.

Am nächsten Morgen fuhren wir dann nach dem Frühstück nach Schierke zu den Schnarcherklippen. Nachdem wir etwa eine ½ Stunde bis zu den Felsen quer durch den Wald gegangen waren, kletterten wir erst mal auf den Südlichen Teil der Schnarcherklippen, um uns dann um das Gipfelkreuz zu drängen und die Aussicht zu genießen. Nachdem sich alle erfolgreich abgeseilt haben, fehlte nur noch Lutz, der noch oben stand. Als extra Sicherung sollten wir das Seil unten festhalten, um im Notfall das Abseilgerät zu blockieren. Diese Möglichkeit haben wir dann anderweitig genutzt. Wir spannten das Seil, sodass er sich nicht mehr weiter abseilen konnte und banden dieses dann um einen Baum. In etwa 4 Metern Höhe musste er sich also aus diesem System ausbinden und eine andere Möglichkeit finden, um herunter zu kommen. Er entschied sich für eine selbst gebaute Seilbahn aus einer Bandschlinge und einem Karabiner. So ist er dann kurz und schnell die letzten paar Meter des Seils runter gerauscht.

Am Ende des Tages sind Lutz, Ole und Anna zu ein paar anderen Routen gegangen, welche wir dann nachsteigen oder im Toprope klettern durften.

Am letzten Tag unseres Ausfluges fuhren wir noch einmal in das Okertal. Diesmal aber zum Treppenstein und zur Drachenwand. Als erstes haben wir die Sachen, die wir zum Klettern nicht brauchten, wasserdicht verpackt und unten am Felsen gelassen, da es regnen sollte, was sich aber später glücklicherweise als unnötig herausstellte. Als Abschluss konnten wir dann nochmal, wenn wir wollten, eine etwas schwerere Route (den „Schwiegermutterriss“) klettern, um den genauen Vergleich zwischen Kletterhalle und Felsen zu bekommen.

Danach sind wir dann auch schon wieder in die Hütte gefahren, um aufzuräumen und unsere Sachen für die Rückfahrt zu packen.

Insgesamt war es eine super Fahrt, die uns allen viel Spaß und neue Erfahrungen gebracht hat. Herzlichen Dank an Lutz und alle, die uns dies ermöglicht haben.


Jacob Wieben